Erdbeer-Pudding-Tartelettes

Erdbeer-Tartelettes mit Vanillepudding – Rezept mit Mürbeteig

Kleine Tartelettes haben etwas, das ein großer Kuchen nie ganz schafft: Jeder bekommt sein eigenes Stück, fertig portioniert, ohne Schneiden und Verteilen. Ich habe die Form zum ersten Mal für eine Magazin-Produktion für Ankerkraut genutzt – damals mit Apfel – und war sofort verliebt. Als die Erdbeersaison kam, war klar: die Förmchen kommen wieder raus.

Erdbeeren – wann haben sie eigentlich Saison?

Ab März tauchen die ersten Erdbeeren in den Supermärkten auf – aber wer schon mal eine dieser blassen Importerdbeeren aus Spanien oder Marokko gegessen hat, weiß: mit echten Erdbeeren haben die wenig zu tun. Deutsche Erdbeeren brauchen Zeit. Erst ab Mai, wenn die Temperaturen stimmen und die Beeren langsam reifen dürfen, entwickeln sie dieses intensive Aroma das man von Kindheit kennt. Die Hochsaison läuft von Mai bis Juli – und genau dann lohnt es sich, die Förmchen rauszuholen.

Für diese Tartelettes am besten feste, nicht zu große Beeren nehmen – die halten beim Backen besser ihre Form und sehen nach dem Backen noch ansprechend aus.

Mitgebacken oder kalt belegt – zwei Varianten

Es gibt zwei Möglichkeiten diese Tartelettes zuzubereiten:

Bei der gebackenen Variante kommen Puddingcreme und Erdbeeren zusammen mit dem Boden in den Ofen. Die Beeren geben durch die Wärme ihr Aroma intensiver ab und die Creme backt leicht fest – das Ergebnis ist konzentrierter im Geschmack.

Bei der kalten Variante wird der Boden blindgebacken und erst danach mit Creme und frischen Erdbeeren belegt. Das ist perfekt für heiße Sommertage wenn man den Ofen lieber schnell wieder ausmacht – und die Erdbeeren bleiben frisch und leuchtend.

Ich mache meistens die gebackene Variante – das Rezept unten basiert darauf.

Puddings-Tartelettes mit Erdbeeren
Erdbeer-Tartelettes mit Pudding auf Tisch

Mürbeteig vorbereiten – ein echter Zeitgewinn

Ein großer Vorteil von Mürbeteig: Er lässt sich prima vorbereiten. Im Kühlschrank hält er sich mehrere Tage, oder du frierst ihn bereits ausgerollt in den Förmchen ein. So sind die Tartelettes bei spontanem Besuch schnell fertig – Pudding kochen, Erdbeeren drauf, in den Ofen.

Alternativen und Variationen für Erdbeer-Tartelettes

Die Grundstruktur – Mürbeteig, Creme, Frucht – lässt sich wunderbar abwandeln. Statt Vanillepudding passt auch eine Mascarpone-Quark-Creme, die etwas frischer und weniger süß ist. Und wer keine Erdbeeren hat: Himbeeren, Blaubeeren oder Aprikosen funktionieren genauso gut. Für einen nussigen Teig einfach einen Teil des Mehls durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen.

Erdbeer-Tartelettes mit Pudding

So setzt du Erdbeer-Tartelettes in Szene

Als Food-Fotografin weiß ich: Bei Tartelettes macht ein Topshot fast immer mehr her als die Seitenansicht – die runde Form und die Erdbeeren kommen von oben am besten zur Geltung. Weiches, seitliches Licht bringt die Farben der Beeren zum Leuchten. Ein grünes Erdbeerblatt als Deko reicht oft schon aus um das Bild lebendig wirken zu lassen.

Haltbarkeit & Aufbewahrung deiner Erdbeer-Tartelettes

Frisch schmecken die Tartelettes am besten – am selben Tag oder spätestens am nächsten. Im Kühlschrank luftdicht verpackt halten sie sich 1–2 Tage, der Boden wird aber weicher je länger sie stehen. Die ungefüllten Böden lassen sich einfrieren und nach dem Auftauen frisch belegen.

Erdbeer-Tartelettes mit Pudding auf Tisch

Noch mehr sommerliche Erdbeer-Rezepte

Wer noch mehr mit Erdbeeren machen möchte: Die Chokladbollar mit Erdbeeren sind in 15 Minuten fertig und komplett ohne Backen, und wer Erdbeeren lieber herzhaft mag, sollte meinen Kabeljau mit Erdbeer-Chili-Sauce aus der Küchenschlacht ausprobieren. Und für alle die lieber backen: Der Kirsch-Käsekuchen vom Blech ist genauso sommerlich. Viel Spaß beim Nachbacken! 😊

Hier kommt das Rezept:

Erdbeer Tartelettes mit Puddingcreme

Gang: DessertSchwierigkeit: Mittel
Stück

6

Stück
Zubereitungszeit

20

Minuten

Zutaten

  • 225 g Mehl

  • 120 g kalte Butter

  • 80 g Puderzucker

  • 1 Ei

  • 1 Prise Salz

  • 1 unbehandelte Zitrone

  • 1 Packung Pudding Pulver Vanille

  • 5 EL Zucker

  • 500 ml Milch

  • 500 g Erdbeeren

Zubereitung

  • Für den Teig das Mehl in eine mittelgroße Schüssel geben. Die kalte Butter in Würfel schneiden und zum Mehl geben. Puderzucker, Ei und eine Prise Salz hinzufügen. Mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  • In der Zwischenzeit die Milch zusammen mit dem Zucker langsam aufkochen. Das Puddingpulver mit 5 EL Milch glatt rühren und unter ständigem Rühren zur kochenden Milch geben. Kurz aufkochen lassen, dabei die ganze Zeit rühren. Den Pudding zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  • Die Tartelette-Förmchen mit Butter fetten. Den gekühlten Teig in 6 gleich große Stücke schneiden, rund ausrollen und in die gefetteten Förmchen geben. Am Boden und an den Rändern gut andrücken. Überstehende Ränder mit einem Messer abschneiden und den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  • Die Erdbeeren waschen, verlesen und vierteln. Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Den Pudding gleichmäßig auf die Tartelette-Böden verteilen und die Erdbeeren darauf geben. Die Tartelettes im vorgeheizten Backofen bei 175 °C für 10–12 Minuten backen.
    Herausnehmen, abkühlen lassen, aus den Förmchen lösen und genießen.

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